Es regnet.
Wir drehen die zweite Runde im Auto durchs beschauliche Friedrichstal. Passieren die örtliche Gesanghalle, aber der Sportplatz taucht nicht auf. Uns läuft die Zeit davon.
Auf dem Bürgersteig läuft ein dunkel gekleideter Mensch.
Bremsung, Fenster runter.
Uns blickt eine völlig verckeckte Gothic-Visage entgegen… „Ey, kannst du uns sagen wie wir hier zum Sportplatz kommen?“… Banges Warten. „Den suche ich auch gerade.“ Ungläubige Blicke.

Wir lassen ihn von dannen ziehen und erst jetzt fällt uns seine Jacke auf.
Dick und fett prangt ein Schriftzug auf dem Rücken: Shadow.
Er war es. Der ominöse Schatten. Es war Shadow. Wir brechen zusammen.

Aus dem nächsten Hauseingang torkelt eine Gruppe junger Männer – immerhin ist Vatertag. Gegen eine Flasche Astra gibt es die Wegbeschreibung und das Versprechen, sie würden auch noch kommen.

Wir erreichen das Schnitzelparadies.
Den Sportplatz des FC Germania Friedrichstal. Es schüttet wie aus Eimern. Doch der Biergarten direkt am Spielfeldrand lädt ein. Der importierte Pfefferminzlikör macht das Spiel erträglich – und kurz vor Schluss tauchen unsere mittlerweile ausgenüchterten Freunde auf – doch versprochen ist versprochen.
Ein weiteres Glas: auf Shadow.
Er hat es nicht mehr zum Spiel geschafft.