Etwas das bleibt.

Ich koennte hier jetzt meinen Senf zur Aufloesung der Aachen Ultras dazugeben, wie es schon diverse andere Blogs, SpiegelOnline und einige Zeitungen getan haben. Ich kann auch einfach meinen Mund halten und andere reden lassen, in diesem Fall den CantonaSuperstar-Blog, der etwas sehr wichtiges dazu schreibt:

Zum Schluss bleibt wiedermal zu sagen, dass Politik eben nicht da anfängt, wo Diskriminierung widersprochen wird. Politik fängt an, wo Diskriminierung gedacht und letztlich in die Tat umgesetzt wird – In den Köpfen, in Gesängen, auf Tapeten, in Gewalttaten – im Alltag dieser Gesellschaft und den Stadien dieser Republik.
Never give up!

Dem ersten Teil wuerde ich sofort zustimmen, doch dann kommt diePhrase „Never give up!“. Ist es nun ein Aufgeben od. ein (Versuch) des Aufweckens? Vor einigen Wochen habe ich noch selbst ueber das „Bessersein der Ultra-Bewegung“ gesprochen bzw. eben auch ihr Scheitern und versucht Gruende zu finden.
Einige stellen die Aufloesung der Aachen Ultras bereits mit Rostock und Dresden gleich, wo ebenfalls linke Gruppe aus dem Stadion verdraengt worden sind. Die Unique Rebells haben gaenzlich aufgegeben, die Solo Ultras besuchen nur noch Jugendspiele. Wo liegt nun die Konsequenz seine Ideale zu vertreten und wo uebersteigt die Subkultur eindeutig den Gesundenmenschenverstand – denn ich verueble es niemandem, der kein Bock auf ’ne Woche Krankenhausbett hat, bloss weil er seinem Verein oder seiner Gruppe die bedingunslose Treue versprochen hat.

In Aachen hat nun (vorerst) eine Gruppe kapituliert. Kapituliert vor einer anderen Gruppe und einem Haufen untaetiger Vereinsoffizieller und einer politisch ‚ausblendenden‘ Fanszene.

Nun muss ich selbst zugeben, dass es oftmals keinen Weg gibt, der unabdingbar richtig und moeglich ist. Wenn es den Aachen Ultras durch ihre Aufloesung gelingt eine Oeffentlichkeit zu schaffen, die nach der mangelhaften Abschliessung des „Sicheres Stadion“-Papiers nun in einer Auseinandersetzung mit dem (aktuellen) Thema „Rechtsextremismus in den Stadien“ muendet, kann ich die Aufloesung gutheissen. – Glauben tue ich daran allerdings kaum.

Dennnoch bleibt am Ende der Respekt fuer den Kampf der ACU und die Solidaritaet auf ihrem weiteren Weg!


1 Antwort auf „Etwas das bleibt.“


  1. 1 Kalter Kaffee. Kochendheiß. « Manege frei Pingback am 25. September 2013 um 15:06 Uhr
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