Archiv für Juni 2012

Ein wirklich sehr ansehnliches Video aus dem Osten der Republik, allerdings fehlt mir nun der „Inhalt“. Schön und gut, dass Emotionen und nette Bilder gezeigt werden, allerdings die Kommentare teilweise vollkommen überflüssig sind – weil sie eben auch nicht zum gezeigten Spiel passen. Der Clou der Sache erschließt sich mir nicht, ‚was die gezeigten Impressionen aber nicht schlechter macht.

Stil vs. Style

Also mit den kurzen, engen Hosen schaffen die russischen Nazi-Hools bei der Europameisterschaft zwar keinen neuen trend, dafür treten sie immerhin zum stilechten Foto vor‘m „Respekt“-Banner der UEFA auf andere Personen ein…

Eine Seite der Medaille.

Ein kleiner Situationsbericht der Ultras Franfurt:

Ultras in Deutschland, Juni 2012

Lassen wir einfach ma‘ so stehen & hoffen auf eine Diskussion.

Die unaufhaltsame Frage der Mentalität.

„Bist du dabei?“
„Eigentlich ist Ultra voll mein Ding.“

Wir haben einen elementaren Fehler gemacht. Rechne immer mit dem schlimmsten, besonders am Freitag den 13. – daran hatte natürlich keiner Gedacht und für unsere Kontrahenten war es wie ein Sechser im Lotto.

Wir wurden enttarnt, unsere Deckung flog auf, als wir gemütlich ein paar Köstlichkeiten für die Nacht kaufen wollte. Begrüßung? „Stellt euch!“ – Schade, Marmelade: weitergehen. Wir hatten immerhin ein Ziel, unsere Verfolger nicht. Der Supermarkt sollte es sein.

Lässig erblickte man uns durch die Schaufenster, schickte erste Späher. „Who is that beer?“„You mean: How is that beer? Native speaker?“ “Of course…” – Alles klar. Wir wurden enttarnt und ihr könnt kein Englisch – hilft uns auch nicht weiter und daher teilt man sich auf. Die 16-jährigen gehen vor, gefolgt von einem Mädchen und dann der Rest.
Doch: Man kommt vom Fußball, da kennen die anderen sich auch mit Taktiken aus und haben das Theater längst durchschaut – Schade, Marmelade.

Der nüchterne Part bemüht sich also zum örtlichen Bahnhof – schließlich will man nach Hause. Muss aber immer wieder auf die Jugendlichen und Unerfahrenen warten – davon profitiert der Rest.
Der legt jetzt los: Beine in die Hand und über die Straße – bei Rot im Dunkeln, ganz sicheres Ding, aber wir haben schließlich Freitag den 13. Mittlerweile haben wir einen Teil verloren.

„Hoffentlich steht dort eine Baaaahn.“ Weg. Unser Pech, ihr Glück.
„Stellt euch! Gruppe XY fickt euch alle!“ – Muss sich Gruppe XY wirklich so sehr profilieren, dass sie sexistisch werden? Ja, müssen sie offenbar. Jedenfalls war die Taktik über den Haufen geworfen. Wenn nichts mehr geht: Dialog. Ausweis raus. Hoffen.

„Guck dir die Farbe seiner Schuhe an, dann weißt du wo er hingehört.“ – Vereinsfarben sind alles. Allerdings ist die Gier auf das Stück Stoff so groß, da vergisst man schnell die guten Manieren.
Die Verfolger also nun alle auf die drei Jahre jüngeren, unerfahrenen Fans los. Fünfzehn bis Siebzehn, die sind reif – wissen bloß nicht, wie sie reagieren sollen. Zack ist der Schal weg. Als er sein Eigentum schützen will, kommt die Faust. Nein, er schlägt nicht zu, weil ihm ein Schal keine gebrochene Nase oder eine blutige Lippe wert ist. „Ey, gebrochene Nasen heilen wieder, eure Ehre nicht!“ – Mentalität ist alles!

Gute Video-Qualität auch, hoffentlich hat sich die Nachtschicht über die sensationellen Aufnahmen gefreut. Muss wahrlich spaßig gewesen sein, sich die Nummer ein weiteres Mal auf Band reinzuziehen. Fast so genial wie eine Line Koks.

Aber man sieht sich dann sicherlich auf der nächsten Antifa-Demo – gemeinsame Politik und so weiter. Ultras!

Gastbeitrag: ManegeFrei wächst und gedeiht. Mittlerweile sind auch andere Leser bzw. Autoren auf diesen Blog aufmerksam geworden und haben mit diesem beitrag zum ersten Mal die Chance eines Gastbeitrages genutzt. ManegeFrei wird nie ein geschlossenes Projekt von einer bestimmten Personengruppe sein, sondern ist immer auf der Suche nach aufgeschlossenen Schreiberlingen, die Lust&Laune haben, sich zu beteiligen.
Solltet ihr also ähnliches Interesse wie der Autor des obrigen Artikels haben, euer Werk zu veröffentlichen, kommentiert einfach irgendeinen Beitrag und gebt eure Mail-Adresse an, ManegeFrei meldet sich.

& Deutschland müsste auch sterben.

Meine Lieblingsband „Frittenbude“ – erinnert euch an den letzten Artikel – veröffentliche heute auf Facebook ein wundershcönes neues „Cover“ – passend zur heute beginnenden Europameisterschaft:

Natürlich weiß mittlerweile jedeR, wie sich die Fangemeinde dieser ehemals so netten Band entwickelt hat, aber der ultimative letzte Beweis fehlte – bis heute! Endlich haben die „wahren“ Frittenbude-Fans ihr wahres Gesicht offenbart, denn die finden dieses Bild gar nicht so lustig.
Aus Trauer, aber auch Spaß am Lesen von Beiträgen absoluter deutscher Kartoffeln gibt es nun eine Sammlung der schönsten Kommentare. Das Spektrum reicht dabei von Verunglimpflichungen der deutschen Geschichte, über die Extremismustheorie, bis zur puren identifikation mit der deutschen Nation, aber lest selbst:

Die Bestätigung ist also quasi offiziell. Offenbar gehörte die Publizierung dieses Bildes aber insgesamt in ein Marketing-Konzept von Audiolith, denn immerhin veröffentlichte Egotronic zum gleichen Zeitpunkt das Video zum Lied „Tolerante Nazis“ – dennoch: sehr gelungen.

In diesem Sinne, Euch allen frohe 24 Festtage: