Contra – Fußballfans gegen Homophobie.

Leider noch nicht auf dem Fußballfans gegen Homophobie – Blog veröffentlicht, dafür aber auf der dazugehörigen Facebook-Seite:
Die nächste Station des Banners wird RB Leipzig sein – vielen wohl eher als RedBull Leipzig als RasenBall Leipzig bekannt.
RB Leipzig ist das zuletzt gestartete Projekt des Brauseherstellers, um auch in Deutschland einen „eigenen Fußballclub“ zu Werbezwecken in der Bundesliga zu besitzen. Ganz so leicht war es nicht, aber mit reichlich Tüfftelei ist RedBull der Start des Projektes gelungen – Ziel: Champions League.

Nicht nur in Leipzig selbst, sondern bei nahezu allen anderen Vereinen in Deutschland rangiert RB als Angrifffläche seitdem noch vor dem Traditionsclub aus Hoffenheim.

Das nun die vom alternativen Verein TeBe Berlin ins Leben gerufene Initiative Fußballfans gegen Homophobie dort gastiert, ist dürfte für viele ein Schlag ins Gesicht sein. So wird (zwar durch deren Fans initiiert) dem Verein positive Öffentlichtkeit verschafft – Ist denn mittlerweile wirkliches jedes Mittel recht, um Aktionen in die Öffentlichkeit zu bringen? Heiligt der Zweck jedes Mittel?

Ich könnte viele Personen verstehen, die nun mit dieser Initiative brechen. Klar gilt auf das Problem „Homophobie im Fußball“ aufmerksam zu machen, aber nach einem bisher so erfolgreichen Verlauf gibt es sicher andere Mittel und Wege, sie auch weiter fortzuführen, ohne seine Ideale aufzugeben. Irgendwo kommt mir hier der Vergleich mit den „Nationalen Sozialisten für Israel“ in den Sinn,d er sicher etwas weit gegriffen ist, aber wo sich auch völlig kontroverse Aussagen ineinander vermischten.

RedBull hat in Leipzig nichts verloren, sondern RedBull geht gilt es zu boykottieren – auch von der Fußballfans gegen Homophobie – Initiative.


10 Antworten auf „Contra – Fußballfans gegen Homophobie.“


  1. 1 jeans 06. Dezember 2011 um 16:30 Uhr

    „Ich könnte viele Personen verstehen, die nun mit dieser Initiative brechen.“

    Alter, kannst du vielleicht auch einfach offen aussprechen, was du denkst? Da müsste stehen: „Ich, der Autor von Manege frei‘, breche mit der Initiative und will, dass das auch ganz viele andere tun.“ Sowie das da steht, ist das ganz hinterfotzige Rhetorik.

    Und außerdem müsste da stehen: „Ich, der Autor von ‚Manege frei‘, finde meinen Hass auf RBl viel wichtiger als den Kampf gegen Homophobie im Fußball.“

    Ich stehe auch nicht auf RBL, ganz und garnicht. Aber ich kann sogar diese Abneigung bei dieser Sache zurückstellen. Schade, dass du dazu nicht in der Lage bist.

  2. 2 Administrator 06. Dezember 2011 um 17:00 Uhr

    Viele Gruppen, die diese Initiative unterstützt haben, haben kein klares Bekenntnis zum Thema Kommerzialiserung (RB Leipzig), genauso aber zu Homophobie und man wertet eben nicht 1:1 ab.
    Der Kampf gegen Homophobie ist wichtiger, also darf die Aktion auch bei RB stattfinden – das wär‘ eine Milchmädchenrechnung.

    Ich sagte nicht, dass ich deshalb mit der Aktion breche, aber ich könnte Personen auf Grund der dargelegten Argumente verstehen, wenn sie dies nun machen.

  3. 3 jeans 06. Dezember 2011 um 17:15 Uhr

    Nun, ich wäge tatsächlich nicht 1:1 ab. Für mich sind menschenverachtende Einstellungen wirklich sehr viel schlimmer als Kommerzialisierung, obwohl ich die Kommerzialisierung des Fußablls auch ablehne. Und ich finde Leute, denen das nicht so geht, freaky. Einer hat es bei Facebook doch ganz gut geschrieben: „Ich dachte immer hier gehts darum ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen und nicht darum welcher Verein jetzt relevanter, toller, beschissener oder egaler ist. Und dieses Zeichen ist wie wir alle wissen absolut nötig in JEDEM verdammten Stadion gesetzt zu werden.“

    Und außerdem nehme dir deine Rhetorik immer noch nicht ab.

  4. 4 kessel 07. Dezember 2011 um 13:41 Uhr

    RB Leipzig Fans dürfen sich also nicht gegen Homophobie positionieren, nur damit das Feindbild nicht bröckelt? RB im Fussballzirkus ist schlimmer als Homophobie?

  5. 5 Zirkusdirektor 07. Dezember 2011 um 14:14 Uhr

    Falsch, RB-Fans dürfen sich sehr gern gegen Homophobie positionieren – schlimm genug, dass es immer noch notwendig tut, sich überhaupt dafür zu positionieren. Allerdings gibt es die Perspektive der RB-Fans – Klar, sie wollen Teil der Kampagne werden – und die der Kampagne selbst – Die dadurch irgendwo die Ideale vieler Unterstützer in Frage stellt.

  6. 6 horst 07. Dezember 2011 um 15:55 Uhr

    „Die dadurch irgendwo die Ideale vieler Unterstützer in Frage stellt.“

    Warum denn das? Das stellst du einfach so in den Raum. Wie stark sind denn dann die Ideale derjenigen, die behaupten gegen Homophobie zu sein, wenn sie schon bei so etwas plötzlich in Frage stehen? Es bleibt dabei: die Leute machen dann eine Rechnung auf, bei der am Ende herauskommt, dass ihnen der Hass auf RBL wichtiger ist als der Kampf gegen Homophobie. Und das ist armselig.

  1. 1 Manege frei für den linken Zirkus. « URS – Ultras Roter Stern Pingback am 07. Dezember 2011 um 13:17 Uhr
  2. 2 Boykott – immer und überall « Schreiben für die Welt! Pingback am 08. Dezember 2011 um 3:07 Uhr
  3. 3 « fussball von links Pingback am 08. Dezember 2011 um 14:33 Uhr
  4. 4 Oberflächlich, aber im Vordergrund « Manege frei Pingback am 15. Dezember 2011 um 23:19 Uhr
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