Archiv für Dezember 2011

2,72m – Nordkorea hat mehr!

Unfassbarwitzig ist dieses Bild von SpiegelOnline

Ob retuschiert oder echt, selbst zwei Koreaner übereinander wären es wert. Ein Highlight zum Jahresabschluss!

Nach interner Diskussion möchten wir Abhilfe schaffen: Nein, das Foto ist keine Täuschung, sondern viemehr ein Hinweis auf die Größe und Stärke der nordkoreanischen Armee. Der Herr auf dem Foto ist niemand geringerer als Yao Mingh. Nach dem Ende seiner Basketballkarriere versetzten ihn die Chinesen in das Nachbarland, wo er nun Militärdienst leistet. Einen Guten Rutsch!

Diss das, friss‘ das!

Ich habe es gewusst: Egotronic, Frittenbude und Samy Deluxe – da geht was! Genau aus diesem Grund freue ich mich auch so wahnsinnig auf das Deichbrand Festival 2012. Wenn ich dann, dem Delirium nahe, vor der Bühne singe: „Und wir haben kein Nationalstolz und das alles bloß wegen Adolf – ja toll schöne Scheiße der Typ war doch eigentlich ‚n Österreicher.“, um dann im Anschluss bei Egotronic die Verbrennung Deutschlands zu fordern oder gar meine Übelkeit über die voranschreitende Entpolitisierung kundzutun.

Deichbrand: You made it! Endlich muss ich mich nicht mehr verstecken, kann ganz offen zu dem stehen was ich denke: Samy Deluxe ist einer der größten Rapper – auch wenn er nun sein Heimatland feiert – und Egotronic bleibt eine der tollsten Elektro-Punkbands aus Samy’s Heimatland.

Ähnliches gilt für die am meisten gepushte Band der letzten Jahre, Frittenbude. Die sind natürlich auch total gegen Homophobie, Sexismus und auch gegen Deutschland – brechen dafür sogar Konzerte ab oder sagen Auftritte bei Festivals ab, aber nun?
Ich muss zugeben, dass ich Samy Deluxe keinen Status und keine Ideologie wie Dissziplin oder anderen Szene-Größen, die über das Ziel hinausschießen, zuschreiben kann, aber ich darf „Dis is wo ich herkomm‘ “ kritisieren.

Sido sagte letztens in Österreich: „Ihr Österreicher habt uns da mal einen rübergeschickt, der uns Ordnung beigebracht hat.“ Den kennt Samy auch oder hat er sein Feature mit ihm schon vergessen? Warte: „Hört zu – Ich seh dich vorbei gehen mit dein‘m sexy Arsch […]Nenn‘ mich Samy oder nenn‘ mich einfach nur ‚Dein Lieblingsstecher‘.“ – Deine Lieblingsstecher.

Kein Problem Jungs, ich verstehe das durchaus und ich werd‘ auch an einer Argumentation scheitern: Samy Deluxe ist und bleibt schwarz. Ich möchte hier auch keine Rassismus-Schiene o.ä. fahren, aber die Hautfarbe erlaubt es in meinen Augen eben nicht kritiklos solche Dinge von sich zu geben.
Johnny Mauser kommentierte das Lied übrigens mit den Worten „Oh Samy, was ist bloß aus dir geworden, dass Land das du liebst, schiebt ab und mordet. Das ist Deutschland – dis is wo du herkommst. Abschiebehaft – ich diss wo du herkommst! Unschuldig im Knast – ich diss wo du herkommst! Armut per Gesetzt – ich diss wo du herkommst!“ Merci Johnny, du sprichst mir damit wahrlich aus dem Herzen, aber scheinbar sind diese Worte und auch diese Ansicht noch nicht bis zu einem Torsun oder Johannes vorgedrungen.

Ich möchte hier nun nicht noch einzelne Songtexte analysieren, um euch meine Meinung zu verdeutlichen. Viel Gehirn braucht es nicht, um Samy Deluxe oder Egotronics Songtexte interpretieren zu können und die passen einfach nicht zueinander. Letztendlich spricht sicherlich auch irgendwo Enttäuschung aus mir heraus, dass eine Band die irgendwo meine Jugend prägte nun so verkommt, aber man lernt schließlich nie aus.

Patrioten sind und bleiben – blind und dumm.

Oberflächlich, aber im Vordergrund

Reichlich die Gemüter wurden durch den letzten Artikel zu diesem Thema erhitzt – der Sturm hat sich gelegt, denn die Suppe ist gelöffelt. Ja: Der Iran hat die Atombombe und RedBull/RasenBallsport Leipzig hat die Fußballfans gegen Homophobie – Fahne.
Und: RB hat gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Homophobie, Gewalt und Rassismus – Bäh! Weg damit! Ach übrigens: Richtig so!

Es gab nun wirklich eine ganze Palette an Vorwürfen gegen diesen Blog. Ja, wir würden unsere antikommerzielle Haltung so sehr in den Vordergrund stellen, dass wir den Kampf gegen Homophobie ablehnen. Da fragt man sich doch wahrlich: Durch welche Worte haben wir Euch diese Meinung vermittelt? Wir kritisieren die Initiative bzw. die unreflektierte Aktion in Leipzig. Leider ist es wirklich so: Wir entziehen den Fans von RB Leipzig den Status als Fußballfans – genauso mache ich dies aber auch mit Fans anderer Vereine, RB bot sich nur als besonders geeignet an.

Nun kritisiere ich mich einfach einmal selbst: Durch diese These grenze ich offenbar Menschen bzw. Vereine aus (meiner) Fußballwelt aus. Ein nahezu diabolisches Verhalten. Auf die Betitelungen für diesen mir bewussten Gedankengang bin ich gespannt. Vielmehr aber auf Euer Statement: Was sind für Euch RB-Fans und wie sollte man mit Vereinen wie ihnen umgehen? Und kommt nicht wieder mit dem Argument das RB Leipzig vergleichbar ist mit dem FC Kaiserslautern, Eintracht Braunschweig oder Holstein Kiel.

Nahezu alle Aktionen die von Fanszenen in Zusammenhang mit der Fußballfans gegen Homophobie – Initiative durchgeführt wurden, lösten sich vom Vereinsbezug. Wer es nicht glaubt: Werft doch einen Blick auf die Bilder aus Hannover, Bremen, Göttingen, (Roter Stern) Leipzig oder Babelsberg. Was machen die Fans von RB?
Feiert den eigenen Verein hinter der geliehenen Zaunfahne & das gleich zwei Mal:


Okay, einmal war das tolle Spruchband gegen Gewalt, mit dem „Ach übrigens“-Teil dabei. Macht sich doch auch gut. Rassismus und Homophobie gehören verbannt, schlimm genug, dass man sich immer noch als „Unterstützer“ hervorbringen muss & dies nicht eine längst allgemein akzeptierte Haltung ist.
Aber Gewalt? Tolle Debatte.

Nun durfte sich also der kommerzielle Verein schlechthin präsentieren und gleichzeitig seine Haltung zum Thema Gewalt kundtun. Haben alle übrigen Unterstützer hier die gleiche Haltung? Oder setzt man hier Menschen an einen runden Tisch, deren Meinungen teilweise unvereinbar sind? Aber wie war das?

Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik – irgendwo finde ich mich da wieder. Nicht bei dieser verdreckten Rechtsrockband, sondern in einer unendlichen Debatte über die Authentizität der Initiative Fußballfans gegen Homophobie…

Drei mal drei macht sechs.

MjamMjamMjam.

Wie unten zu lesen will Youtube nicht mehr mit mir und ich auch nicht mehr mit Youtube und daher gibt es die Video nun als Link.
Über den durchaus würzigen Geschmack des Wirkstoffs Oleoresin Capsicum lässt sich hier staunen.

Die Polizei dein Freund und Helfer, da überlegt die Smartphone-Gesellschaft von heute natürlich, ob man dem Herren dort helfen sollte.

Contra – Fußballfans gegen Homophobie.

Leider noch nicht auf dem Fußballfans gegen Homophobie – Blog veröffentlicht, dafür aber auf der dazugehörigen Facebook-Seite:
Die nächste Station des Banners wird RB Leipzig sein – vielen wohl eher als RedBull Leipzig als RasenBall Leipzig bekannt.
RB Leipzig ist das zuletzt gestartete Projekt des Brauseherstellers, um auch in Deutschland einen „eigenen Fußballclub“ zu Werbezwecken in der Bundesliga zu besitzen. Ganz so leicht war es nicht, aber mit reichlich Tüfftelei ist RedBull der Start des Projektes gelungen – Ziel: Champions League.

Nicht nur in Leipzig selbst, sondern bei nahezu allen anderen Vereinen in Deutschland rangiert RB als Angrifffläche seitdem noch vor dem Traditionsclub aus Hoffenheim.

Das nun die vom alternativen Verein TeBe Berlin ins Leben gerufene Initiative Fußballfans gegen Homophobie dort gastiert, ist dürfte für viele ein Schlag ins Gesicht sein. So wird (zwar durch deren Fans initiiert) dem Verein positive Öffentlichtkeit verschafft – Ist denn mittlerweile wirkliches jedes Mittel recht, um Aktionen in die Öffentlichkeit zu bringen? Heiligt der Zweck jedes Mittel?

Ich könnte viele Personen verstehen, die nun mit dieser Initiative brechen. Klar gilt auf das Problem „Homophobie im Fußball“ aufmerksam zu machen, aber nach einem bisher so erfolgreichen Verlauf gibt es sicher andere Mittel und Wege, sie auch weiter fortzuführen, ohne seine Ideale aufzugeben. Irgendwo kommt mir hier der Vergleich mit den „Nationalen Sozialisten für Israel“ in den Sinn,d er sicher etwas weit gegriffen ist, aber wo sich auch völlig kontroverse Aussagen ineinander vermischten.

RedBull hat in Leipzig nichts verloren, sondern RedBull geht gilt es zu boykottieren – auch von der Fußballfans gegen Homophobie – Initiative.